Music was my first love

        and will be my last 

 

Schon Ende der fünfziger Jahre hatte Elvis Presley die Erwachsenen mit Rock’n’Roll Musik und Hüftschwung erschreckt. Die Mittelschicht Amerikas fürchtete und hasste ihn. Ein weißer Mann, der laut schrie, öffentlich und unkontrolliert seinen Unterleib zur Musik bewegte, das erzeugte Angst. Dazu verbreitete sich wilde und aggressive Musik von Little Richard, Chuck Berry, Bo Diddely und Jerry Lee Lewis. Musiker, die ihre Hosen herunterließen, ihren Arsch zeigten und durch Lebensfreude provozierten. Der so oft gecoverte Song Good morning little schoolgirl war die Metapher für Sex, ähnlich wie Summer of 69 nicht das Jahr 1969 besingt. Jugendliche verstanden das, Erwachsene nicht.

 

Jerry Lee Lewis & Co. verdrängten das brave Sing-along angepasster Teenager, die auf ihre Eltern hörten, an das Gute glaubten, Gesetz und Anstand achteten, Sonntags zur Kirche gingen, sich die Hände wuschen und höchstens auf dem Rücksitz des Autos ein wenig fummelten. „It was Rock-a-day Johnny singin’, tell your ma, tell your pa, our loves are gonna grow ooh wah, ooh wah.”

 

Dank Tonbandgerät, Kassettenrecorder und iPod wurden wir zur ersten Generation, die über einen umfassenden Zugriff auf den Soundtrack ihres Lebens verfügt. Jederzeit können wir ihn spielen und uns erinnern.

 

Wie bei vielen meines Alters sind Zeiten, Erlebnisse, Beziehungen und Nächte voll Lust und Leid lebenslang wie unauslöschlich mit Musik und ihren Worten verbunden.

 

Einige der Songs, die mir geholfen haben, erwachsen zu werden, begleiten mich bis heute. Mit vielen Gleichaltrigen verbindet mich der gemeinsame kulturelle Hintergrund, der uns vielleicht so intensiv beeinflusst hat wie keine Generation vorher.

 

 

 

Like a girl from the long gone by sixties the beautiful Jill Andrews from Knoxville Tennessee performs These words